Speedski: Bad Mitterndorfer im Temporausch

Österreichs Speedskifahrer feierten beim Weltcupauftakt im französischen Vars einen rotweiß- roten Doppelsieg. Klaus Schrottshammer aus Bad Mitterndorf belegte dabei Platz zwei hinter Manuel Kramer.

Am ersten Februarwochenende sorgte das ÖSV-Speedski-Team für einen perfekten Saisonauftakt. Belegte Manuel Kramer beim ersten Weltcuprennen noch Platz zwei, so feierte er tags darauf einen Sieg. Der Bad Mitterndorfer Klaus Schrottshammer, im ersten Rennen mit Platz sieben unzufrieden, platzierte sich am zweiten Tag mit einer Geschwindigkeit von 215,1 km/h hinter dem siegreichen Manuel Kramer (215,6 km/h) auf Platz zwei und zeigte sich kämpferisch: „So ein Doppelsieg motiviert sehr für weitere Aufgaben!“

Die Sportart
Beim Speedskiing bzw. Geschwindigkeitsskifahren dreht sich – wie es der Name ja schon sagt – alles um die Geschwindigkeit. Mit eng anliegenden Rennanzügen, aerodynamischen Sporthelmen, speziellen Skischuhen mit Spoilern und Skiern, die breiter und länger als jene im alpinen Skisport sind, jagen die Extremsportler auf eigens präparierten Pisten hinunter. Auf den Strecken mit bis zu einem Kilometer Länge und hohem Gefälle nehmen die Sportler auf den ersten drei- bis vierhundert Metern Geschwindigkeit auf, bevor die Entscheidung in einer hundert Meter langen Zeitmesszone fällt. Der Rest der Strecke dient dem Bremsen. Lag der erste offizielle Geschwindigkeitsrekord, errungen beim ersten Speedski-Wettbewerb in St. Moritz in den 30er-Jahren durch den Österreicher Gustav Lantschner, noch bei 105,675 km/h, werden heute bis zu 255 km/h erreicht.

Obwohl die Sportart laufend spektakuläre Bestmarken und österreichische Erfolge liefert – so sorgte das Duo Kramer/Schrottshammer auch bei der WM 2017 für Silber und Bronze – wird ihr im Vergleich zu anderen alpinen Bewerben in unseren Breiten nach wie vor relativ geringe Beachtung geschenkt.

Foto: Facebook/ÖSV Speedski Austria